Postinfektiöse Syndrome & Belastungsintoleranz – zurück zu mehr Belastbarkeit

Sie fühlen sich nach einem Infekt nicht mehr belastbar, erleben Leistungseinbrüche oder reagieren auf Belastung mit Erschöpfung, Herzrasen oder „Crashs“?

In der Sportkardiologie Potsdam begleiten wir Menschen mit postinfektiösen Beschwerden, Belastungsintoleranz oder Verdacht auf ein Posturales Tachykardiesyndrom (POTS) mit einer strukturierten internistisch-kardiologischen Abklärung und einer sicheren Belastungsstrategie.

Wann ist eine Abklärung sinnvoll?

Eine sportkardiologische Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Sie:

  • nach einem Infekt dauerhaft erschöpft oder weniger belastbar sind
  • nach Belastung eine deutliche Symptomverschlechterung erleben
  • unter Herzrasen, Palpitationen oder Kreislaufproblemen leiden
  • einen unangemessen hohen Puls unter Belastung bemerken
  • den Verdacht auf POTS oder eine Belastungsintoleranz haben
  • sich unsicher fühlen, welche Aktivität aktuell sinnvoll ist

Typische Fragen

Viele Patientinnen und Patienten beschäftigen Fragen wie:

  • Warum bin ich nach dem Infekt nicht mehr belastbar?
  • Warum verschlechtert sich mein Zustand nach Belastung?
  • Ist mein hoher Puls oder Herzrasen normal?
  • Habe ich eine Belastungsintoleranz oder POTS?
  • Wie finde ich wieder sicher zurück in Aktivität?
  • Wie kann ich Belastung steigern, ohne Rückschläge zu riskieren?

Was Sie konkret mitnehmen

Nach der Untersuchung erhalten Sie:

  • eine strukturierte internistisch-kardiologische Einordnung Ihrer Beschwerden
  • eine Einschätzung möglicher Belastungsintoleranz oder autonomer Dysregulation
  • eine individuelle Belastungsstrategie mit klaren Leitplanken
  • Empfehlungen zu Belastung, Regeneration und Alltag
  • einen strukturierten Verlauf- und Kontrollplan

Ziel ist nicht „schnell wieder funktionieren“, sondern eine realistische und sichere Rückkehr zu mehr Belastbarkeit.

Sie möchten wieder mehr Stabilität und Orientierung im Alltag gewinnen?

Wir unterstützen Sie dabei, Belastung besser zu verstehen und Schritt für Schritt einen sicheren Weg zurück in Aktivität zu finden.

So läuft die Abklärung ab

1. Ausführliche Anamnese & Symptomanalyse
2. Zielgerichtete internistisch-kardiologische Diagnostik
3. Belastungsstrategie & Verlauf
4. Kosten & Abrechnung

Schritt 1: Ausführliche Anamnese & Symptomanalyse

  • Verlauf und Zeitpunkt des Infekts
  • aktuelle Beschwerden und Einschränkungen
  • Belastungsfenster und mögliche „Crash“-Muster
  • Herzfrequenz- und Kreislaufreaktionen
  • Schlaf, Stress und Regeneration, sowei Alltag, Beruf und bisherige Belastbarkeit

Ergänzend ggfs. standardisierte Fragebögen oder Symptomprotokolle.

Schritt 2: Zielgerichtete internistisch-kardiologische Diagnostik

Die Diagnostik erfolgt individuell und symptomorientiert. Neben Anamnese und standardisierten Fragebögen kommen je nach Fragestellung EKG, Herzultraschall, Kreislauf- und Blutdruckanalysen sowie gezielte Labordiagnostik zum Einsatz. Bei Verdacht auf POTS screenen wir die Herzfrequenz- und Kreislaufreaktion. Die Handkraftmessung kann Hinweise auf Fatigue und Belastungsintoleranz liefern. Belastungsdiagnostik setzen wir nur indikationsgerecht ein, um „Crashs“ zu vermeiden. Weitere Untersuchungen koordinieren wir bei Bedarf über unser Netzwerk.

Schritt 3: Belastungsstrategie & Verlauf

Auf Basis Ihrer Befunde entwickeln wir:

  • eine individuelle Aktivitäts- und Belastungsstrategie
  • Empfehlungen zu Pacing und Belastungssteuerung
  • realistische Etappen und Kontrollzeitpunkte
  • klare Hinweise, was aktuell sinnvoll ist – und was nicht

Schritt 4: Kosten & Abrechnung

Die Sportkardiologie Potsdam ist eine Privatpraxis. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) für Privatversicherte und Selbstzahler. Die Kosten werden in der Regel von privaten Krankenversicherungen übernommen. Die genaue Erstattung hängt vom jeweiligen Tarif und Versicherungsvertrag ab.

Warum eine strukturierte Abklärung wichtig ist

Postinfektiöse Beschwerden und Belastungsintoleranz können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Viele Betroffene erleben Unsicherheit, widersprüchliche Empfehlungen oder fühlen sich mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen.

Eine strukturierte Abklärung hilft dabei, Beschwerden medizinisch einzuordnen und eine sichere Belastungsstrategie zu entwickeln – statt dauerhaft im „Try & Error“ zu bleiben.

Häufig gestellte Fragen

Bei manchen Menschen gerät der Körper nach einer Infektion aus dem Gleichgewicht. Belastungen, die früher möglich waren, werden vom Körper nicht mehr toleriert und überfordern die verfügbaren Energiereserven. Der Körper reagiert mit einer Verstärkung der Beschwerden und benötigt auch deutlich länger zur Erholung. Wird der Körper regelmäßig überlastet, kann eine langfristige Zustandsverschlechterung resultieren. Siehe auch "Postinfektiöse Belastungsintoleranz". Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden u.a. eine fehlgeleitete Immunreaktion, Autoimmunität, Durchblutungsstörungen, eine gestörte Energieproduktion auf zellulärer Ebene, Erregerpersistenz und Entzündungen. 

Daher ist es wichtig die eigenen Belastungsgrenzen zu kennen und zu beachten und die vorhandene Energie gezielt einzuteilen („Pacing“), um Überlastungen mit Symptomverschlechterungen zu vermeiden.

Postinfektiöse Belastungsintoleranz ist eine anhaltende Einschränkung der Belastbarkeit nach einer Infektion, bei der körperliche, aber auch kognitive oder emotionale Anstrengungen zu einer unverhältnismäßigen Verstärkung von Symptomen, einer Reduktion des Funktionsniveaus und häufig zu einer verzögerten sowie prolongierten Erholungsphase führen.

Eine besonders schwere Form der Belastungsintoleranz findet sich beim Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Hierbei führt bereits geringste körperliche, geistige oder emotionale Aktivität zu PEM (Post-Exertional Malaise), dem Leitsymptom der Erkrankung. Ein PEM-Schub wird oft als „Crash“ bezeichnet.

Charakteristisch ist, dass Beschwerden nicht unmittelbar bei der Aktivität eintreten müssen, sondern häufig zeitversetzt bis 48 h (ggf. 72h) später und mit einer langanhaltenden, sogar dauerhaften Verschlechterung einhergehen können. 

Im Fall von ME/CFS mit PEM sind diese „Crashs“ daher unbedingt zu vermeiden. Eine "unkontrollierte" körperliche Aktivierung / Sport im konventionellen Sinn ist bei diesen Patienten kontraindiziert.

POTS steht für Posturales Orthostatisches Tachykardie-Syndrom und ist eine Form der orthostatischen Intoleranz (OI). Es handelt sich um Kreislaufanpassungsstörung bei Lagewechsel mit zugrundeliegender autonomer Dysregulation. Typisch ist, dass der Puls beim Aufrichten aus dem Liegen oder Aufstehen, aber auch unter aufrechter Belastung, unverhaltnismäßig ansteigt, ohne dass der Blutdruck dabei relevant abfällt.

Typische Begleitsymptome sind: Schwindel, Herzrasen, Palpitationen, Übelkeit, Schwäche, Benommenheit, gesteigerter Durst, Atemnot, Engegefühl in der Brust, thorakale Schmerzen, Atemnot, Fatigue, Konzentrationsstörungen, Schwindel und Synkopen sowie Kopfschmerzen, Migräne oder Nackenschmerzen. OI/ POTS kann nach verschiedenen Infektionen auftreten und wird häufig bei Patienten mit z.B. Post-COVID-19-Syndrom sowie ME/CFS festgestellt. 

Postinfektiöse Syndrome (= PAIS: Post-acute infection syndrome) sind als Überbegriff für eine Reihe von anhaltenden Symptomen oder Funktionseinschränkungen zu verstehen, die nach einer Infektion mit diversen Erregern (viral, bakteriell oder parasitär) auftreten können. 

Ein Teil der Betroffenen entwickelt ME/CFS, als eigenständiges, komplexes Krankheitsbild (ICD10 G93.3) mit klar definierten klinischen Diagnosekriterien.

Ja. Nach diversen Infekten (viral, bakteriell, parasitär) können über die Akutphase hinaus diverse Beschwerden mit u.a. Belastungsintoleranz, vegetativer Dysregulation etc. bestehen bleiben oder sich entwickeln. Die Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und sollten ärztlich abgeklärt und eingeordent werden.

Ein präventiver Lebensstil mit individuell passender „Pacing“-Strategie hilft bei der Stabilisierung von Symptomen. 

Ja. Häufig treten bei postinfektiösen Syndromen kardiale Symptome auf. Dabei können die Beschwerden sowohl durch das postinfektiöse Syndrom selbst als auch durch eine zusätzlich bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung verursacht werden.

Die Abklärung umfasst daher eine gezielte internistisch-kardiologische Diagnostik, um mögliche kardiale Ursachen oder Begleitfaktoren einzuordnen und entsprechende Empfehlungen geben zu können.

Die Diagnostik wird individuell und symptomorientiert zusammengestellt. Grundlage sind eine ausführliche Anamnese, standardisierte Fragebögen und eine gezielte internistisch-kardiologische Untersuchung.

Je nach Fragestellung können EKG, Herzultraschall, Kreislauf- und Blutdruckanalysen sowie gezielte Labordiagnostik eingesetzt werden. Bei Verdacht auf ein Posturales Tachykardiesyndrom (POTS) oder eine autonome Dysregulation prüfen wir die Herzfrequenz- und Kreislaufreaktion gezielt.

Ergänzend kann eine Handkraftmessung Hinweise auf Fatigue, muskuläre Schwäche und Belastungsintoleranz liefern. Belastungsdiagnostik setzen wir nur dann ein, wenn sie medizinisch sinnvoll ist – mit besonderem Blick darauf, mögliche Symptomverschlechterungen oder sogenannte „Crashs“ zu vermeiden.

Falls erforderlich, koordinieren wir weitere Untersuchungen oder ergänzende Fachdisziplinen über unser Netzwerk.

Zunächst sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Durch eine gezielte Diagnostik mit korrekter Einordnung der Beschwerden können patientengerechte Empfehlungen gegeben werden, um gefährliche Situationen bzw. Überlastungen zu vermeiden.

Ziel ist nicht vollständige Inaktivität, sondern eine sichere und realistische Belastungssteuerung ohne wiederholte Rückschläge.

Schritt für Schritt zurück zu mehr Belastbarkeit.

Vereinbaren Sie Ihren Termin zur sportkardiologischen Abklärung bei postinfektiösen Beschwerden oder Belastungsintoleranz.

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