
Sie fühlen sich nach einem Infekt nicht mehr belastbar, erleben Leistungseinbrüche oder reagieren auf Belastung mit Erschöpfung, Herzrasen oder „Crashs“?
In der Sportkardiologie Potsdam begleiten wir Menschen mit postinfektiösen Beschwerden, Belastungsintoleranz oder Verdacht auf ein Posturales Tachykardiesyndrom (POTS) mit einer strukturierten internistisch-kardiologischen Abklärung und einer sicheren Belastungsstrategie.
Eine sportkardiologische Abklärung kann sinnvoll sein, wenn Sie:
Viele Patientinnen und Patienten beschäftigen Fragen wie:

Nach der Untersuchung erhalten Sie:
Ziel ist nicht „schnell wieder funktionieren“, sondern eine realistische und sichere Rückkehr zu mehr Belastbarkeit.
Wir unterstützen Sie dabei, Belastung besser zu verstehen und Schritt für Schritt einen sicheren Weg zurück in Aktivität zu finden.
Postinfektiöse Beschwerden und Belastungsintoleranz können sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Viele Betroffene erleben Unsicherheit, widersprüchliche Empfehlungen oder fühlen sich mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen.
Eine strukturierte Abklärung hilft dabei, Beschwerden medizinisch einzuordnen und eine sichere Belastungsstrategie zu entwickeln – statt dauerhaft im „Try & Error“ zu bleiben.
Bei manchen Menschen gerät der Körper nach einer Infektion aus dem Gleichgewicht. Belastungen, die früher möglich waren, werden vom Körper nicht mehr toleriert und überfordern die verfügbaren Energiereserven. Der Körper reagiert mit einer Verstärkung der Beschwerden und benötigt auch deutlich länger zur Erholung. Wird der Körper regelmäßig überlastet, kann eine langfristige Zustandsverschlechterung resultieren. Siehe auch "Postinfektiöse Belastungsintoleranz". Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden u.a. eine fehlgeleitete Immunreaktion, Autoimmunität, Durchblutungsstörungen, eine gestörte Energieproduktion auf zellulärer Ebene, Erregerpersistenz und Entzündungen.
Daher ist es wichtig die eigenen Belastungsgrenzen zu kennen und zu beachten und die vorhandene Energie gezielt einzuteilen („Pacing“), um Überlastungen mit Symptomverschlechterungen zu vermeiden.
Postinfektiöse Belastungsintoleranz ist eine anhaltende Einschränkung der Belastbarkeit nach einer Infektion, bei der körperliche, aber auch kognitive oder emotionale Anstrengungen zu einer unverhältnismäßigen Verstärkung von Symptomen, einer Reduktion des Funktionsniveaus und häufig zu einer verzögerten sowie prolongierten Erholungsphase führen.
Eine besonders schwere Form der Belastungsintoleranz findet sich beim Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS). Hierbei führt bereits geringste körperliche, geistige oder emotionale Aktivität zu PEM (Post-Exertional Malaise), dem Leitsymptom der Erkrankung. Ein PEM-Schub wird oft als „Crash“ bezeichnet.
Charakteristisch ist, dass Beschwerden nicht unmittelbar bei der Aktivität eintreten müssen, sondern häufig zeitversetzt bis 48 h (ggf. 72h) später und mit einer langanhaltenden, sogar dauerhaften Verschlechterung einhergehen können.
Im Fall von ME/CFS mit PEM sind diese „Crashs“ daher unbedingt zu vermeiden. Eine "unkontrollierte" körperliche Aktivierung / Sport im konventionellen Sinn ist bei diesen Patienten kontraindiziert.
POTS steht für Posturales Orthostatisches Tachykardie-Syndrom und ist eine Form der orthostatischen Intoleranz (OI). Es handelt sich um Kreislaufanpassungsstörung bei Lagewechsel mit zugrundeliegender autonomer Dysregulation. Typisch ist, dass der Puls beim Aufrichten aus dem Liegen oder Aufstehen, aber auch unter aufrechter Belastung, unverhaltnismäßig ansteigt, ohne dass der Blutdruck dabei relevant abfällt.
Typische Begleitsymptome sind: Schwindel, Herzrasen, Palpitationen, Übelkeit, Schwäche, Benommenheit, gesteigerter Durst, Atemnot, Engegefühl in der Brust, thorakale Schmerzen, Atemnot, Fatigue, Konzentrationsstörungen, Schwindel und Synkopen sowie Kopfschmerzen, Migräne oder Nackenschmerzen. OI/ POTS kann nach verschiedenen Infektionen auftreten und wird häufig bei Patienten mit z.B. Post-COVID-19-Syndrom sowie ME/CFS festgestellt.
Postinfektiöse Syndrome (= PAIS: Post-acute infection syndrome) sind als Überbegriff für eine Reihe von anhaltenden Symptomen oder Funktionseinschränkungen zu verstehen, die nach einer Infektion mit diversen Erregern (viral, bakteriell oder parasitär) auftreten können.
Ein Teil der Betroffenen entwickelt ME/CFS, als eigenständiges, komplexes Krankheitsbild (ICD10 G93.3) mit klar definierten klinischen Diagnosekriterien.
Ja. Nach diversen Infekten (viral, bakteriell, parasitär) können über die Akutphase hinaus diverse Beschwerden mit u.a. Belastungsintoleranz, vegetativer Dysregulation etc. bestehen bleiben oder sich entwickeln. Die Beschwerden können individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt sein und sollten ärztlich abgeklärt und eingeordent werden.
Ein präventiver Lebensstil mit individuell passender „Pacing“-Strategie hilft bei der Stabilisierung von Symptomen.
Ja. Häufig treten bei postinfektiösen Syndromen kardiale Symptome auf. Dabei können die Beschwerden sowohl durch das postinfektiöse Syndrom selbst als auch durch eine zusätzlich bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung verursacht werden.
Die Abklärung umfasst daher eine gezielte internistisch-kardiologische Diagnostik, um mögliche kardiale Ursachen oder Begleitfaktoren einzuordnen und entsprechende Empfehlungen geben zu können.
Die Diagnostik wird individuell und symptomorientiert zusammengestellt. Grundlage sind eine ausführliche Anamnese, standardisierte Fragebögen und eine gezielte internistisch-kardiologische Untersuchung.
Je nach Fragestellung können EKG, Herzultraschall, Kreislauf- und Blutdruckanalysen sowie gezielte Labordiagnostik eingesetzt werden. Bei Verdacht auf ein Posturales Tachykardiesyndrom (POTS) oder eine autonome Dysregulation prüfen wir die Herzfrequenz- und Kreislaufreaktion gezielt.
Ergänzend kann eine Handkraftmessung Hinweise auf Fatigue, muskuläre Schwäche und Belastungsintoleranz liefern. Belastungsdiagnostik setzen wir nur dann ein, wenn sie medizinisch sinnvoll ist – mit besonderem Blick darauf, mögliche Symptomverschlechterungen oder sogenannte „Crashs“ zu vermeiden.
Falls erforderlich, koordinieren wir weitere Untersuchungen oder ergänzende Fachdisziplinen über unser Netzwerk.
Zunächst sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Durch eine gezielte Diagnostik mit korrekter Einordnung der Beschwerden können patientengerechte Empfehlungen gegeben werden, um gefährliche Situationen bzw. Überlastungen zu vermeiden.
Ziel ist nicht vollständige Inaktivität, sondern eine sichere und realistische Belastungssteuerung ohne wiederholte Rückschläge.
Vereinbaren Sie Ihren Termin zur sportkardiologischen Abklärung bei postinfektiösen Beschwerden oder Belastungsintoleranz.

Sicherer Wiedereinstieg in Training und Sport nach Infekten oder Myokarditis-Sorge

Begleitete Belastung und Trainingssteuerung bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Risikofaktoren erkennen, Gesundheit langfristig sichern und Leistungsfähigkeit erhalten