REDs / LEA im Sport – Screening bei niedriger Energieverfügbarkeit

Sie trainieren viel, fühlen sich aber zunehmend müde, weniger belastbar oder verletzungsanfällig? Leistungseinbruch, Zyklusstörungen, Infektanfälligkeit oder Stressfrakturen können Hinweise auf eine niedrige Energieverfügbarkeit sein.

In der Sportkardiologie Potsdam klären wir strukturiert ab, ob LEA oder REDs / RED-S eine Rolle spielen könnten – medizinisch fundiert, sensibel und bei Bedarf interdisziplinär.

Wann ist ein REDs / LEA-Screening sinnvoll?

Ein Screening auf REDs / RED-S und niedrige Energieverfügbarkeit kann sinnvoll sein, wenn Sie:

  • trotz regelmäßigem Training einen deutlichen Leistungseinbruch bemerken
  • sich häufig müde, erschöpft oder nicht ausreichend regeneriert fühlen
  • wiederholt Infekte oder Verletzungen haben
  • Stressfrakturen oder Probleme mit der Knochengesundheit hatten
  • Zyklusstörungen oder ausbleibende Regelblutungen bemerken
  • viel trainieren, aber das Gefühl haben: „Mein System kippt.“
  • unsicher sind, ob Training, Energiezufuhr und Regeneration noch zusammenpassen

Typische Fragen

Viele Sportlerinnen und Sportler fragen sich:

  • Was ist REDs bzw. RED-S im Sport?
  • Liegt bei mir eine niedrige Energieverfügbarkeit / LEA vor?
  • Bin ich übertrainiert – oder steht meinem Körper zu wenig Energie zur Verfügung?
  • Warum werde ich trotz Training schlechter?
  • Können Zyklusstörungen, Amenorrhoe oder Stressfrakturen damit zusammenhängen?
  • Welche Risiken bestehen für Hormone, Knochen, Immunsystem oder Leistungsfähigkeit?
  • Wie lassen sich Training, Ernährung und Regeneration sinnvoll anpassen?

Was Sie konkret mitnehmen

Nach der Abklärung erhalten Sie:

  • eine strukturierte Einschätzung, ob Hinweise auf REDs / RED-S oder LEA vorliegen
  • eine medizinische Einordnung möglicher Risiken und Schweregrade
  • Empfehlungen zu Training, Regeneration und Energieversorgung
  • Hinweise, welche weitere Diagnostik sinnvoll sein kann
  • bei Bedarf eine koordinierte interdisziplinäre Weiterbetreuung
  • einen realistischen Plan für Stabilisierung, Verlauf und Rückkehr zu belastbarem Training

Ziel ist nicht „weniger leisten“, sondern Gesundheit stabilisieren, um Leistung wieder möglich zu machen.

Sie trainieren viel – aber Ihr Körper sendet Warnzeichen?

Wir helfen Ihnen, mögliche Ursachen strukturiert einzuordnen und Training, Energieversorgung und Regeneration wieder sinnvoll zusammenzubringen.

So läuft das REDs / LEA-Screening ab

1. Ausführliche Anamnese & Screening
2. Diagnostik & Risikoprofil
3. Interdisziplinärer Plan & Verlauf
4. Kosten & Abrechnung

1. Ausführliche Anamnese & Screening

Wir besprechen Trainingsumfang, Belastungsentwicklung, Regeneration, Energie- und Kohlenhydratverfügbarkeit, Essverhalten sowie mögliche Warnzeichen wie Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Zyklusstörungen, Amenorrhoe, Verletzungen oder Stressfrakturen.

Je nach Situation können standardisierte Fragebögen und Screening-Tools eingesetzt werden.
 

2. Medizinische Diagnostik & Risikoeinschätzung

Die Diagnostik erfolgt individuell und umfasst je nach Fragestellung eine klinische Untersuchung, Anthropometrie bzw. Körperzusammensetzung, BIA-Messung sowie gezielte Laboranalysen.

Ziel ist es, Hinweise auf niedrige Energieverfügbarkeit, hormonelle Veränderungen, Stoffwechselauffälligkeiten oder weitere Risikofaktoren einzuordnen.

3. Interdisziplinärer Plan & Verlauf

Auf Basis der Ergebnisse entwickeln wir einen individuellen Plan mit Empfehlungen zu Training, Regeneration und Energieversorgung.

Bei Bedarf koordinieren wir weitere Fachdisziplinen, z. B. Endokrinologie, Gynäkologie, Psychologie/Psychiatrie oder spezialisierte ernährungsmedizinische Betreuung.

Verlaufskontrollen helfen, Fortschritte zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen.

4. Kosten & Abrechnung

Die Sportkardiologie Potsdam ist eine Privatpraxis. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) für Privatversicherte und Selbstzahler. Die Kosten werden in der Regel von privaten Krankenversicherungen übernommen. Die genaue Erstattung hängt vom jeweiligen Tarif und Versicherungsvertrag ab.

Warum REDs / LEA ernst genommen werden sollte

Eine dauerhaft niedrige Energieverfügbarkeit kann weit über die sportliche Leistung hinaus wirken. Sie kann Regeneration, Immunsystem, Hormonhaushalt, Knochengesundheit, Stoffwechsel und langfristige Belastbarkeit beeinflussen.

Gerade weil die Symptome oft unspezifisch beginnen, ist eine strukturierte medizinische Einordnung wichtig. So lässt sich unterscheiden, ob eher Trainingsbelastung, Energieversorgung, Stress, hormonelle Faktoren oder ein Mischbild im Vordergrund stehen.

Häufig gestellte Fragen

REDs (Relative Energy Deficiency in Sport) beschreibt ein Syndrom, das infolge einer dauerhaft niedrigen Energieverfügbarkeit (Low Energy Availability, LEA) im Verhältnis zum Energieverbrauch entstehen kann. Besteht dieser Zustand über einen längeren Zeitraum, kann er sowohl die Gesundheit als auch die sportliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Dabei können verschiedene physiologische Systeme des Körpers betroffen sein, darunter der Hormonhaushalt, die Knochengesundheit, das Immunsystem, der Stoffwechsel sowie die Regenerationsfähigkeit.

REDs betrifft sowohl Frauen als auch Männer und kann im Leistungs-, Amateur- und Freizeitsport auftreten. Besonders gefährdet sind Athlet:innen in Sportarten mit hohen Trainingsumfängen, einer hohen Energiebelastung und/oder einem ausgeprägten Fokus auf Körpergewicht und Körperzusammensetzung.

LEA (Low Energy Availability) bezeichnet eine niedrige Energieverfügbarkeit und gilt als die zentrale Ursache für die Entstehung von REDs (Relative Energy Deficiency in Sport). Sie beschreibt einen Zustand, bei dem dem Körper – nach Abzug der für Training und sportlichen Aktivität benötigten Energie – nicht mehr ausreichend Energie zur Verfügung steht, um alle physiologischen Funktionen optimal aufrechtzuerhalten.

Mögliche Hinweise sind Leistungseinbruch, anhaltende Müdigkeit, schlechte Regeneration, Infektanfälligkeit, Zyklusstörungen, ausbleibende Regelblutung, Stressfrakturen, Verletzungsanfälligkeit oder das Gefühl, trotz viel Training nicht voranzukommen.

Ein regelmäßiger Menstruationszyklus ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit von Sportlerinnen. Zyklusunregelmäßigkeiten oder das Ausbleiben der Periode (Amenorrhoe) können ein Hinweis auf eine niedrige Energieverfügbarkeit (LEA) und die Entwicklung von REDs sein.

In solchen Situationen reduziert der Körper unter anderem die Produktion von Geschlechtshormonen, um Energie zu sparen. Zyklusveränderungen sollten daher nicht als normale Folge intensiven Trainings angesehen werden, sondern als mögliches Warnsignal für ein Ungleichgewicht zwischen Energiezufuhr, Trainingsbelastung und Regeneration.

Da Zyklusstörungen langfristig Auswirkungen auf die Hormonfunktion, Knochengesundheit, Regeneration und Belastbarkeit haben können, sollten sie medizinisch abgeklärt und eingeordnet werden.

Nein. REDs und niedrige Energieverfügbarkeit können auch ambitionierte Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler betreffen.

Entscheidend ist nicht allein das Leistungsniveau, sondern das Verhältnis aus Energiezufuhr, Trainingsumfang, Regeneration und individuellen Belastungsfaktoren.

Nein, nicht automatisch. Eine niedrige Energieverfügbarkeit kann verschiedene Ursachen haben und muss nicht zwangsläufig mit einer Essstörung verbunden sein.

Trotzdem ist es wichtig, Essverhalten, Energiezufuhr und psychische Belastungsfaktoren sensibel und fachlich sauber mitzuberücksichtigen.

Die Abklärung umfasst eine ausführliche Anamnese, Screening-Fragen zu Training, Energieversorgung, Zyklus, Regeneration und Beschwerden sowie je nach Situation eine klinische Untersuchung, Körperzusammensetzung/BIA und gezielte Laboranalysen.

Bei der Einordnung orientieren wir uns an anerkannten sportmedizinischen Screening- und Risikobewertungsinstrumenten, unter anderem am IOC REDs Clinical Assessment Tool (IOC REDs CAT2). Entscheidend ist dabei, die Ergebnisse verständlich in Ihr persönliches Risiko, notwendige weitere Abklärungen und konkrete nächste Schritte zu übersetzen.

Bei Bedarf werden weitere Fachdisziplinen eingebunden.

Nach dem Screening erhalten Sie eine medizinische Einordnung und konkrete Empfehlungen. Häufig geht es darum, Training, Energieversorgung und Regeneration so anzupassen, dass Gesundheit stabilisiert und Belastbarkeit schrittweise wieder aufgebaut werden kann.

Gesundheit stabilisieren. Leistung wieder möglich machen.

Vereinbaren Sie Ihren Termin für ein REDs / LEA-Screening in der Sportkardiologie Potsdam.

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